Es war einmal eine Balkonabdichtung, "die einfach nicht dicht werden wollte". 1.1
Es tanzte einst eine Balkonabdichtung herum, die partout nicht dicht werden wollte.
Das lässt zumindest die Vermutung zu, dass drei Lagen Flachdachzauberei mit Rephanol PIB Industrieflachdachfolie — eigentlich ein total cooles Produkt, superleicht zu verarbeiten, bei korrekter Verarbeitung systemsicher, dicht, beständig. Wenn man es richtig macht und den eigentlichen Fehler schnell erkennt.

Es dauerte, bis wir uns durch die tollpatschigen Klebeabenteuer mit Butylkautschukband gekämpft hatten, um bis zur obersten Rephanolbahn und ihren frechen Randanschlüssen vorzudringen. Dort angekommen entdeckten wir die wahre Menge an Abdichtungspossen, mit staunendem Grinsen, und wie ein Gewerk im anderen, wohlmeinend verschlimmbessernd, dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufsetzte.

Nicht allein die Abdichtungs-Zauberer haben dem Bauschaden Tür und Tor geöffnet, auch die angeblich berühmte Verputztruppe, bei der ich kopfschüttelnd staune, hat Macken verheimlicht mit einem schelmischen Augenzwinkern.



Aber den Abschuss hat der erste Handwerksbastler hingetüfelt, mit Brettern, Blech und bituminärer Gummischüttung als Ausgleichszauber, wurde der vermoschte Rohboden geflickschustert, um eine "tragfähige und austeifende" Ebene zu schaffen.





Natürlich hat die Flicken-Fiesta am Holzständerhaus ihre Spuren hinterlassen. Diese Spurensuche wurde mit weiteren Abdichtungslagen, WDVS und Putz zu einem Versteckspiel umfunktioniert. Bei Renovierungsarbeiten entdeckten ordentliche Handwerker und die junge Familie das Ende dieses Puppentheaters und läuteten die Schlussglocke ein.
Weiter geht's im nächsten Blog — hier ein kichernder Cliffhanger.
